Vortrag: Gibt es einen emanzipatorischen Linkspopulismus?

Populismus verspricht breite Bevölkerungsschichten in ein politisches Projekt der Demokratisierung elitärer Gesellschaftsstrukturen einzubinden. Insofern könnte er auf den ersten Blick emanzipatorisch wirken. Nicht nur in der rechten Variante ist jedoch auf einmal von Volk, Nation, Antagonismus, charismatischer Führung und einer zu bekämpfenden moralisch verdorbenen Elite die Rede. Gleichzeitig wird eine vereinfachte Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse geliefert, die politische Konflikte in problematischer Weise thematisiert. Chantal Mouffe ist die wohl prominenteste linke Befürworterin und Vordenkerin eines solchen Populismus. In Deutschland kann das Projekt „Aufstehen“ als ein Versuch gesehen werden, diese Vorstellung von Populismus umzusetzen.

Im Vortrag wird es darum gehen, verschiedene Aspekte des Populismus daraufhin zu untersuchen, ob sie einem emanzipatorischen Anspruch gerecht werden können. Lässt sich ein linker Populismus denken, in dem die anti-emanzipatorischen Teile des Populismus aufgegeben werden können, so dass die progressiven Anteile trotzdem zur Geltung kommen? Oder kann der linke Populismus „nur“ ein pragmatisches Projekt sein, der anti-emanzipatorische Anteile duldet und hofft, diese, nachdem der Populismus seine Arbeit getan hat, wieder los werden zu können?

Dienstag 30. Oktober, 19h, RigoRosa (Schierker Str. 26)

 

Lesegruppentreffen Emanzipation 04.09.18 18h

Mittlerweile zum dritten Mal treffen wir uns, um die Untiefen des Emanzipationsbegriffs auszuloten. Unsere Grundfrage bleibt, ob „Emanzipation“ als Leitbegriff für eine Linke geeignet ist. Dieses mal soll es darum gehen, inwiefern Emanzipation dazu geeignet ist, vermeintliche Konflikte zwischen Identitäts- und Klassenkämpfen zu befrieden. Textgrundlage ist: Emma Dowling, Silke van Dyk und Stefanie Graefe: Rückkehr des Hauptwiderspruchs? Anmerkungen zur aktuellen Debatte um den Erfolg der Neuen Rechten und das Versagen der „Identitätspolitik“. Der Text lässt sich mit bekannten Suchmaschinen finden oder ihr schreibt an [email protected]. Einsteiger*innen sind mehr als willkommen.

Treffen ist am 04.09., 18h in den Räumen der NFJ (Weichselstr. 13/14, 12045 Berlin)

Emanzipation als Leitbegriff? #2

Ist es sinnvoll Emanzipation als universelle Grundlage linker Politik
zu verhandeln? Wie lässt sich Emanzipation angemessen
sozialtheoretisch verstehen?

Die Emanzipatorische Linke Berlin lädt zur Diskussion über den
politischen Wert des Emanzipationsbegriffs. Als Grundlage lesen wir
„Emanzipation – eine Vier-in-Einem-Perspektive“ von Michael Brie (bisher unveröffentlicht).

Den Text erhaltet ihr nach Anmeldung unter: [email protected]

Wann: Di. 31.07.2018 16-18h

Wo: Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin

Emanzipation als Leitbegriff? #1

19. Juni 2018, 16:00 – 19:00 Uhr,
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, Marchstr. 2, Raum 2013

Ist es sinnvoll Emanzipation als universelle Grundlage linker Politik zu verhandeln? Wie lässt sich Emanzipation angemessen sozialtheoretisch verstehen?
Wir werden einen kurzen Einführungstext lesen und das Thema anschließend allgemein diskutieren.

Eine Anmeldung unter [email protected] ist nicht notwendig aber hilft uns bei der Planung.