Emanzipation als Leitbegriff? #1

19. Juni 2018, 16:00 – 19:00 Uhr,
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, Marchstr. 2, Raum 2013

Ist es sinnvoll Emanzipation als universelle Grundlage linker Politik zu verhandeln? Wie lässt sich Emanzipation angemessen sozialtheoretisch verstehen?
Wir werden einen kurzen Einführungstext lesen und das Thema anschließend allgemein diskutieren.

Eine Anmeldung unter [email protected] ist nicht notwendig aber hilft uns bei der Planung.

Die linke Debatte um Prostitution/Sexarbeit

Am 15.06.2018 von 13.00 – 18.00 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin-Mitte

Mit der Historikerin Sonja Dolinsek versuchen wir mit linken Feministinnen aus Berlin und Brandenburg gemeinsam Lehren aus der langen Geschichte des gesellschaftlichen Umgangs mit Prostitution zu ziehen. Ziel ist es, Grundlagen für eine sachliche und solidarische Diskussion über linke Positionen zu erarbeiten – für eine Entschärfung des aktuellen Konfliktes zwischen Unterstützer*innen der Entkriminalisierung von Sexarbeit, und jenen Linken, die ein Sexkaufverbot nach Schwedischem Modell fordern.

Für Interessierte werden Texte zur vorbereitenden Lektüre bereitgestellt. Die Workshopteilnahme ist kostenfrei, erfordert jedoch eine rechtzeitige Anmeldung:

[email protected]

Bericht zur Veranstaltung “Feminismus und Care-Arbeit” vom 26.03.2018

Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus gibt es selbst in DIE LINKE Stimmen, die fordern, dass Identitätskämpfe zugunsten von Klassenkämpfen zurückgestellt werden sollen. Damit ist auch der Feminismus gemeint, obwohl dieser nicht nur (oder nicht mal primär) ein Identitätskampf ist. Emanzipationsbewegungen gegeneinander auszuspielen macht außerdem keinen Sinn und absurd wird diese Forderung, wenn man sieht, wie eng etwa Geschlechterverhältnisse und Kapitalverhältnis miteinander verbunden sind. Continue reading „Bericht zur Veranstaltung “Feminismus und Care-Arbeit” vom 26.03.2018“

Veranstaltungsreihe Feminismus und die Linke

26.03.2018 19 Uhr Rigorosa Veranstaltung „Feminismus und Care-Arbeit“

Das Care-Revolution Netzwerk stellt sich vor und diskutiert mit uns die Krise der Care-Arbeit und feministische Transformationsstrategien. mehr…

 

15.06.2018 13-18 Uhr – Workshop in Berlin (Nähe Alex)
„Die linke Debatte um Prostitution/ Sexarbeit – Historische Lektionen und aktuelle Untiefen“

Mit der Historikerin Sonja Dolinsek versuchen wir mit Euch gemeinsam Lehren aus der langen Geschichte des gesellschaftlichen Umgangs mit Prostitution zu ziehen. Ziel ist eine Entschärfung des aktuellen Konfliktes zwischen linken Unterstützer*innen der Entkriminalisierung von Sexarbeit, und jenen, die ein Sexkaufverbot nach Schwedischem Modell fordern.

Für Interessierte werden Texte zur vorbereitenden Lektüre bereitgestellt. Die Workshopteilnahme ist kostenfrei, erfordert jedoch eine rechtzeitige Anmeldung:
[email protected]

Am 27.06.2018 19.00 Uhr in der Rigorosa, Schierker Straße 26, Berlin-Neukölln
„Gefährliche Bettgenossinnen. Filmschnipsel zu queeren Klassenkämpfen“

Die Anfänge der linken Lesben- und Schwulenbewegungen waren in den 1970er Jahren von dem Versuch bestimmt, Lesben und Schwule analog zur marxistischen Klassentheorie als revolutionäres politisches Subjekt zu denken. Cornelia Möser und Mike Laufenberg diskutieren diesen Versuch und sein Scheitern anhand verschiedener Filmszenen.

In Planung:
„Väterrechte, Sorgearbeit und feministische Familienpolitik“

Getrennte Eltern wählen immer häufiger das sogenannte „Wechselmodell“, nach dem die Kinder 50/50 zwischen beiden Elternhaushalten pendeln. Manche fordern, dieses Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils durchsetzen zu können. Wir wollen mit Euch diskutieren, wie die Gleichberechtigung beider Eltern im Kontext einer männerdominierten Gesellschaft und ungleich verteilter Sorgearbeit gewährleistet werden kann. Wie kann eine linksfeministische Positionierung zum Wechselmodell und der Stärkung von Väterrechten aussehen?

 

Kontakt: [email protected]

 

Veranstaltung Feminismus und Care-Arbeit

Ema.Li Berlin presents:

Feminismus und Care-Arbeit  

Die Veranstaltungsreihe „Feminismus und die Linke“ beschäftigt sich mit aktuellen (queer-)feministischen Debatten, die den Kernbereich linker Politik berühren: Arbeitsverhältnisse, revolutionäre Subjekte, gesamtgesellschaftliche Transformation. Gerade die Debatten um Care-Arbeit und soziale Reproduktion sind besonders gut dafür geeignet diese Themen zu diskutieren. Im Kapitalismus können die Menschen nicht ausreichend für sich und füreinander sorgen. Vielen fehlt es an Zeit und sozialer Absicherung für unbezahlte Sorgearbeit. Die sozialen Infrastrukturen sind unterfinanziert und bieten oft keine ausreichende Unterstützung. Und auch die Beschäftigten in Care-Berufen arbeiten am Limit.  Die Verteilung von Sorgearbeit folgt dabei einer Logik von geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung. Und auch Rassismus und Klassenverhältnisse prägen, wie Menschen in dieser Gesellschaft für sich und andere sorgen können. Wie muss also eine grundlegende feministische Transformation unserer Gesellschaft aussehen? Muss Ökonomie ganz anders gestaltet werden? Und wie ist das mit der Überwindung von patriarchalen Geschlechterverhältnissen und sozialer Ungleichheit zu verbinden? Braucht es wirklich eine Revolution? Genügt ein bedingungsloses Grundeinkommen? Das Care Revolution Netzwerk, in dem sich viele unterschiedliche Akteure versammelt haben, versucht auf diese und andere Fragen Antworten zu geben. Außerdem wollen wir diskutieren, welche Möglichkeiten parlamentarische Arbeit für diese grundlegende Transformation bietet, wo sie auf außerparlamentarische Arbeit angewiesen ist und wo ihre Grenzen sind.

Jette Hausotter (Care Revolution Netzwerk)
Alexandra Wischnewski (Referentin für feministische Politik der Linksfraktion im Bundestag)
Silvia Habekost (Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus)

26.03.2018 19-21 Uhr

Rigorosa Schierker Str. 26, 12051 Berlin-Neukölln

https://www.facebook.com/events/229101234322385/

Kontakt: [email protected]

Flyer Feminismus und Care-Arbeit