Gefährliche Bettgenossinnen. Filmschnipsel zu queeren Klassenkämpfen

Mit Cornelia Möser und Mike Laufenberg

Am 27.06.2018 19.00 Uhr in der Rigorosa, Schierker Straße 26, Berlin-Neukölln

Die Anfänge der linken Lesben- und Schwulenbewegungen in Deutschland und Frankreich waren in den 1970er Jahren von dem Versuch bestimmt, Lesben und Schwule analog zur marxistischen Klassentheorie als revolutionäres politisches Subjekt zu denken. Die Spaltungen in radikale und bürgerliche Homos sowie das uneingelöste Versprechen auf ein revolutionäres sexuelles Subjekt suchen bis heute queerfeministische Kämpfe heim.

Wir schauen und diskutieren Filmszenen, die vom Versuch und seinem Scheitern handeln, Lesben, Schwule und Queers als Klassensubjekte zu formieren. Womit hängt dieses Scheitern zusammen? Wie prägen die Debatten von damals unsere Politik von heute? Und wie lassen sich Sexualität und Klasse gegenwärtig zueinander denken? Welche Rolle spielen Sexualität und Klasse in aktuellen queerfeministischen Kämpfen?

Mit Filmszenen unter anderem aus: „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (Rosa von Praunheim, 1971), „Faustrecht der Freiheit“ (Rainer Werner Fassbinder, 1975), „Das Burlebübele mag i net: Bewegte Lesben in Ost und West Berlin“ (Anke Schwarz, Sandra (Luka) Stoll und Roman Klarfeld, 2008), „Le F.H.A.R. » (Carole Roussopoulos, 1970).

Veranstaltung Feminismus und Care-Arbeit

Ema.Li Berlin presents:

Feminismus und Care-Arbeit  

Die Veranstaltungsreihe „Feminismus und die Linke“ beschäftigt sich mit aktuellen (queer-)feministischen Debatten, die den Kernbereich linker Politik berühren: Arbeitsverhältnisse, revolutionäre Subjekte, gesamtgesellschaftliche Transformation. Gerade die Debatten um Care-Arbeit und soziale Reproduktion sind besonders gut dafür geeignet diese Themen zu diskutieren. Im Kapitalismus können die Menschen nicht ausreichend für sich und füreinander sorgen. Vielen fehlt es an Zeit und sozialer Absicherung für unbezahlte Sorgearbeit. Die sozialen Infrastrukturen sind unterfinanziert und bieten oft keine ausreichende Unterstützung. Und auch die Beschäftigten in Care-Berufen arbeiten am Limit.  Die Verteilung von Sorgearbeit folgt dabei einer Logik von geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung. Und auch Rassismus und Klassenverhältnisse prägen, wie Menschen in dieser Gesellschaft für sich und andere sorgen können. Wie muss also eine grundlegende feministische Transformation unserer Gesellschaft aussehen? Muss Ökonomie ganz anders gestaltet werden? Und wie ist das mit der Überwindung von patriarchalen Geschlechterverhältnissen und sozialer Ungleichheit zu verbinden? Braucht es wirklich eine Revolution? Genügt ein bedingungsloses Grundeinkommen? Das Care Revolution Netzwerk, in dem sich viele unterschiedliche Akteure versammelt haben, versucht auf diese und andere Fragen Antworten zu geben. Außerdem wollen wir diskutieren, welche Möglichkeiten parlamentarische Arbeit für diese grundlegende Transformation bietet, wo sie auf außerparlamentarische Arbeit angewiesen ist und wo ihre Grenzen sind.

Jette Hausotter (Care Revolution Netzwerk)
Alexandra Wischnewski (Referentin für feministische Politik der Linksfraktion im Bundestag)
Silvia Habekost (Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus)

26.03.2018 19-21 Uhr

Rigorosa Schierker Str. 26, 12051 Berlin-Neukölln

https://www.facebook.com/events/229101234322385/

Kontakt: [email protected]

Flyer Feminismus und Care-Arbeit